Wie bekommt man einen Pflichtverteidiger?

Die Beiordnung des Pflichtverteidigers


Einem Beschuldigten, Angeschuldigten oder einem Angeklagten ist unter bestimmten Voraussetzungen ein Pflichtverteidiger beizuordnen. Grundsätzlich soll dem Beschuldigten gem. § 142 StPO Gelegenheit gegeben werden, einen (Pflicht-) Verteidiger zu benennen. Das Gericht bestellt diesen Rechtsanwalt, wenn der Beiordnung kein wichtiger Grund entgegensteht.

In der Regel erhält der Beschuldigte mit Zustellung der Anklageschrift in ein gesondertes Schreiben des Gerichts mit der Möglichkeit einen eigenen Pflichtverteidiger zu benennen, sofern eine Pflichtverteidigung in Betracht kommt. Einen Rechtsanspruch auf Beiordnung des gewählten Rechtsanwaltes hat der Beschuldigte nicht. Kommt der Beschuldigte dieser Auswahlmöglichkeit nicht nach, bestellt das Gericht selbst einen Pflichtverteidiger. 

Wann eine solche Pflichtverteidigung in Betracht kommt, können Sie dem Beitrag "Wer hat wann einen Anspruch auf einen Pflichtverteidiger?"entnehmen.


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